MSE Expander (MARPE): Oberkiefer bei Erwachsenen ohne Operation erweitern – was heute möglich ist

Viele Erwachsene wünschen sich gerade Zähne und entscheiden sich deshalb für eine kieferorthopädische Behandlung. Nicht selten zeigt sich jedoch schon bei der ersten Untersuchung, dass die Zahnstellung gar nicht das eigentliche Problem ist. Stattdessen liegt die Ursache tiefer – im Oberkiefer selbst.

Ist der Oberkiefer zu schmal angelegt, fehlt den Zähnen oft der notwendige Platz. Die Folge können Engstände, ein Kreuzbiss oder andere Zahnfehlstellungen sein. In solchen Fällen reicht es häufig nicht aus, die Zähne lediglich zu begradigen. Zunächst muss die Grundlage stimmen – und dazu gehört ein ausreichend breiter Oberkiefer.

Während sich der Oberkiefer bei Kindern vergleichsweise einfach erweitern lässt, war dies bei Erwachsenen lange Zeit deutlich schwieriger. Häufig galt eine Operation als einzige Möglichkeit. Dank moderner kieferorthopädischer Verfahren hat sich das inzwischen geändert. Mit einem MSE Expander, einer speziellen Form der MARPE-Behandlung (Mini-Implant Assisted Rapid Palatal Expansion), kann der Oberkiefer heute bei vielen Erwachsenen ohne chirurgischen Eingriff erweitert werden.

Doch wie funktioniert das genau? Für wen eignet sich die Behandlung? Und warum spielt die Breite des Oberkiefers überhaupt eine so wichtige Rolle? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die moderne Oberkiefererweiterung im Erwachsenenalter.

Warum die Form des Oberkiefers wichtiger ist, als viele denken

Wenn von Zahnfehlstellungen die Rede ist, denken die meisten Menschen zunächst an schiefe Frontzähne oder einen Engstand. Tatsächlich sind diese jedoch oft nur die sichtbaren Folgen einer tieferliegenden Ursache.

Der Oberkiefer bildet das Fundament für die Zahnstellung. Ist er zu schmal, fehlt den Zähnen der Platz, den sie für eine natürliche Ausrichtung benötigen. Sie wachsen versetzt, drehen sich oder werden nach außen beziehungsweise innen gedrängt.

Doch ein schmaler Oberkiefer wirkt sich nicht nur auf die Stellung der Zähne aus. Auch das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer kann dadurch gestört werden. Die Folge können funktionelle Probleme sein, die sich teilweise erst im Laufe der Jahre bemerkbar machen.

Mögliche Folgen eines schmalen Oberkiefers

Je nach Ausprägung können unterschiedliche Beschwerden oder Auffälligkeiten auftreten:

  • Engstehende oder gedrehte Zähne
  • Kreuzbiss
  • Platzmangel für bleibende Zähne
  • ein sichtbar schmaler Zahnbogen
  • ungleichmäßige Belastung einzelner Zähne
  • erschwerte Zahnreinigung durch Engstände
  • funktionelle Probleme beim Kauen
  • oft eingeschränkte Nasenatmung
  • eine schmale Nasenhöhle, die Schnarchen begünstigen kann

Nicht jeder Patient entwickelt alle diese Beschwerden. Manche Menschen bemerken ihr Leben lang kaum Einschränkungen. Andere suchen den Kieferorthopäden zunächst wegen schiefer Zähne auf und erfahren erst dort, dass die Ursache eigentlich in der Form ihres Oberkiefers liegt.

Genau deshalb betrachtet die moderne Kieferorthopädie heute nicht mehr ausschließlich die Zahnstellung, sondern immer den gesamten Kiefer.

Wie entsteht ein schmaler Oberkiefer?

Warum sich der Oberkiefer bei manchen Menschen schmal entwickelt, lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.

Ein wesentlicher Einfluss ist die genetische Veranlagung. Die Form des Gesichtsschädels und der Kiefer wird zu einem großen Teil vererbt. Darüber hinaus können jedoch auch äußere Einflüsse während der Kindheit die Entwicklung beeinflussen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • langanhaltendes Daumenlutschen
  • intensiver Schnullergebrauch über das Kleinkindalter hinaus
  • dauerhaftes Atmen durch den Mund
  • bestimmte Schluckmuster
  • frühzeitiger Verlust von Milchzähnen

Nicht jede dieser Gewohnheiten führt zwangsläufig zu einer Oberkieferverengung. Treten mehrere Faktoren gleichzeitig auf, kann sich das Wachstum des Kiefers jedoch verändern.

Deshalb legen Kieferorthopäden heute großen Wert auf eine möglichst frühe Diagnostik. Wird eine Oberkieferverengung bereits im Kindesalter erkannt, kann sie häufig einfacher behandelt werden.

Warum die Behandlung bei Erwachsenen lange eine Herausforderung war

Viele Patienten fragen sich, weshalb eine Oberkiefererweiterung bei Kindern oft selbstverständlich möglich ist, bei Erwachsenen jedoch deutlich aufwendiger erscheint.

Der Grund liegt in der Anatomie.

Der Oberkiefer besteht aus zwei Knochenhälften. Diese sind in der Mitte über die sogenannte Gaumennaht (medizinisch: Sutura palatina mediana) miteinander verbunden.

Während des Wachstums ist diese Verbindung noch relativ flexibel. Durch eine klassische Gaumennahterweiterung können die beiden Knochenhälften langsam auseinandergeführt werden. Der Körper bildet anschließend neuen Knochen, wodurch der Oberkiefer dauerhaft breiter wird.

Mit zunehmendem Alter verändert sich diese Struktur. Die Gaumennaht wird fester und verknöchert zunehmend. Dadurch steigt der Widerstand gegen eine Erweiterung erheblich.

Aus diesem Grund führten klassische Dehnplatten bei Erwachsenen häufig nicht mehr zu einer tatsächlichen Erweiterung des Oberkiefers. Stattdessen wurden überwiegend die Zähne belastet und nach außen gekippt – ein Effekt, der zwar kurzfristig Platz schaffen konnte, die eigentliche Ursache jedoch nicht beseitigte.

Lange Zeit blieb deshalb häufig nur die chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung (SARPE) als Behandlungsmöglichkeit.

Der Wandel in der modernen Kieferorthopädie

Die vergangenen Jahre haben die Erwachsenen-Kieferorthopädie grundlegend verändert.

Digitale 3D-Bildgebung ermöglicht heute eine deutlich präzisere Diagnostik als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig wurden neue Apparaturen entwickelt, die gezielter am Knochen wirken und dadurch neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.

Eine dieser Entwicklungen ist die MARPE-Technik.

Die Grundidee ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Statt die Kräfte ausschließlich über die Zähne zu übertragen, wird die Apparatur zusätzlich direkt im Oberkieferknochen abgestützt. Dadurch lässt sich der Druck gezielt auf die Gaumennaht übertragen.

Für viele Erwachsene bedeutet das, dass eine Oberkiefererweiterung heute auch ohne chirurgischen Eingriff möglich sein kann – vorausgesetzt, die individuellen anatomischen Voraussetzungen stimmen. In solchen Fällen, in denen doch operiert werden muss, reicht mittlerweile eine deutlich weniger invasive Operation (z.B. EASE - Endoscopically-assisted surgical expansion), um bei Erwachsenen eine knöcherne Verbreiterung des Oberkiefers zu ermöglichen.

Die Entscheidung für oder gegen eine MARPE-Behandlung hängt deshalb immer von einer sorgfältigen Diagnostik ab. Alter allein ist dabei nicht das entscheidende Kriterium. Viel wichtiger sind die Knochenstruktur, die Ausprägung der Oberkieferverengung und die persönlichen Behandlungsziele.

Was ist ein MSE Expander (MARPE)?

Der MSE Expander gehört zu den modernsten Apparaturen zur Oberkiefererweiterung im Erwachsenenalter. Er ist eine spezielle Ausführung der sogenannten MARPE-Technik, deren Abkürzung für Mini-Implant Assisted Rapid Palatal Expansion steht.

Im Gegensatz zu klassischen Gaumennahterweiterungen wird der Expander nicht ausschließlich an den Zähnen befestigt. Zusätzlich sorgen mehrere kleine Miniimplantate dafür, dass die Apparatur sicher im Oberkieferknochen verankert wird. Diese werden innerhalb weniger Minuten und ambulant gesetzt.

Diese Verankerung ist der entscheidende Unterschied.

Während herkömmliche Apparaturen ihre Kräfte hauptsächlich auf die Zähne übertragen, wirkt der MSE Expander überwiegend direkt auf den Oberkieferknochen. Ziel ist es, die Gaumennaht kontrolliert zu öffnen und den Oberkiefer selbst – nicht nur die Zahnstellung – zu verbreitern.

Die Erweiterung erfolgt schrittweise. Über eine kleine Schraube wird der Expander nach einem individuell festgelegten Plan aktiviert. Dadurch entsteht kontinuierlich ein leichter Druck auf den Oberkiefer. Der Körper reagiert darauf mit einer langsamen Erweiterung der Gaumennaht und bildet im weiteren Verlauf neuen Knochen.

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Wie läuft eine Behandlung mit einem MSE Expander ab?

Die Vorstellung, dass ein Expander im Gaumen eingesetzt wird, löst bei vielen Erwachsenen zunächst Unsicherheit aus. Tatsächlich ist die Behandlung für viele Patienten jedoch weniger belastend, als sie zunächst vermuten.

Bevor überhaupt über einen MSE Expander entschieden wird, steht eine ausführliche Diagnostik im Mittelpunkt. Denn nicht jeder schmale Oberkiefer muss mit einem Expander erweitert werden.

Mithilfe digitaler Scans, Fotos und einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme beurteilt der Kieferorthopäde die Form des Oberkiefers, die Knochenstruktur und die Stellung der Zähne. Erst auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, welche Behandlung sinnvoll ist.

Fällt die Wahl auf eine MARPE-Behandlung, wird der Expander individuell an die Anatomie des Patienten angepasst.

Das Einsetzen des Expanders

Der MSE Expander wird im Bereich des Gaumens befestigt. Das Einsetzen des Expanders und der Miniimplantate erfolgt unter örtlicher Betäubung.

Ähnlich wie nach dem Einsetzen einer Zahnspange benötigt der Körper meist einige Tage, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Ein leichtes Druckgefühl ist anfänglich zu verspüren.

Diese Beschwerden verschwinden meist nach kurzer Zeit.

Die eigentliche Oberkiefererweiterung

Nach dem Einsetzen beginnt die aktive Phase der Behandlung.

Der Expander wird nach einem individuell festgelegten Plan aktiviert. Durch das Drehen der zentralen Schraube entsteht ein kontrollierter Druck, der die beiden Hälften des Oberkiefers langsam auseinanderführt.

Dieser Prozess erfolgt nicht von heute auf morgen. Vielmehr reagiert der Körper Schritt für Schritt auf die einwirkenden Kräfte.

Viele Patienten bemerken während dieser Phase ein Druckgefühl im Bereich des Gaumens, der Nase oder der Wangenknochen. Manche beschreiben es als "befreiend".

Warum entsteht eine Lücke zwischen den Schneidezähnen?

Im Verlauf der Oberkiefererweiterung bildet sich bei vielen Patienten eine kleine Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen. Für viele ist das zunächst ein ungewohnter Anblick und wirft verständlicherweise Fragen auf. Tatsächlich besteht jedoch kein Grund zur Sorge, sondern eher zur Freude: die Lücke entsteht, weil sich die Gaumennaht im Rahmen der Behandlung kontrolliert öffnet und sich die beiden Hälften des Oberkiefers langsam auseinanderbewegen. Die Lücke ist also ein Erfolgszeichen! Genau dieser Prozess ist das Ziel einer skelettalen Oberkiefererweiterung und zeigt, dass die Behandlung wie geplant verläuft.

Wie deutlich die Zahnlücke ausfällt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Während sie bei manchen kaum sichtbar ist, kann sie bei anderen etwas ausgeprägter sein. Sie ist jedoch nur vorübergehend: Im Anschluss an die Erweiterung werden die Zähne im Rahmen der weiteren kieferorthopädischen Behandlung wieder harmonisch ausgerichtet, sodass sich die Lücke vollständig schließt.

Warum bleibt der Expander nach der Erweiterung noch im Mund?

Ist die gewünschte Breite erreicht, endet die aktive Behandlung.

Die neu entstandene Lücke in der Gaumennaht muss allerdings zunächst mit neuem Knochen aufgefüllt werden. Dieser biologische Heilungsprozess benötigt Zeit.

Aus diesem Grund bleibt der MSE Expander in der Regel noch mehrere Monate als Stabilisierungsapparatur im Mund. Erst wenn ausreichend neuer Knochen gebildet wurde, wird der Expander entfernt. Diese sogenannte Retentionsphase ist entscheidend für ein langfristig stabiles Behandlungsergebnis.

Warum reicht die Oberkiefererweiterung allein meist nicht aus?

Eine Oberkiefererweiterung schafft in erster Linie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zahnkorrektur.

Die Zähne befinden sich nach der Expansion nämlich nicht automatisch in ihrer idealen Position. Vielmehr steht nun ausreichend Platz zur Verfügung, um sie anschließend gezielt auszurichten.

Deshalb schließt sich an eine MARPE-Behandlung häufig eine weitere kieferorthopädische Therapie an – beispielsweise mit einer festen Zahnspange oder transparenten Alignern.

Erst das Zusammenspiel aus Oberkiefererweiterung und Zahnkorrektur führt zu einem funktionell und ästhetisch harmonischen Ergebnis.

Welche Vorteile kann eine Oberkiefererweiterung mit MARPE bieten?

Das Ziel einer MARPE-Behandlung besteht nicht allein darin, mehr Platz für die Zähne zu schaffen. Vielmehr geht es darum, die anatomischen Voraussetzungen für einen gesunden Biss zu verbessern.

Je nach Ausgangssituation kann eine erfolgreiche Oberkiefererweiterung verschiedene positive Effekte haben.

Mehr Platz für die Zähne

Der offensichtlichste Vorteil ist zusätzlicher Platz im Zahnbogen.

Dadurch können Engstände häufig schonender und schneller korrigiert werden.

Ein stabilerer Biss

Passen Ober- und Unterkiefer besser zusammen, verbessert sich häufig auch die Verzahnung.

Gerade bei einem Kreuzbiss kann eine Erweiterung des Oberkiefers dazu beitragen, die funktionellen Voraussetzungen für eine langfristig stabile Bisslage zu schaffen.

Ein harmonischeres Lächeln

Neben funktionellen Aspekten verändert sich häufig auch die Form des Zahnbogens.

Viele Patienten empfinden ihr Lächeln nach einer erfolgreichen Behandlung als deutlich breiter und ausgewogener. 

Kann sich durch eine Oberkiefererweiterung auch die Nasenatmung verbessern?

Kaum ein Thema wird im Zusammenhang mit MARPE so häufig diskutiert wie die Nasenatmung.

Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Der Oberkiefer bildet gleichzeitig den Boden der Nasenhöhle. Wird der Oberkiefer verbreitert, verändert sich auch die knöcherne Struktur der Nasenhöhle.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich das Volumen der Nasenhöhle nach einer erfolgreichen Oberkiefererweiterung vergrößern kann. Ob dies tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung der Nasenatmung führt, hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren ab.

Dazu gehören beispielsweise:

  • die Form der Nasenscheidewand,
  • die Größe der Nasenmuscheln,
  • Allergien,
  • chronische Schleimhautschwellungen oder
  • andere anatomische Besonderheiten.

Deshalb sollte eine MARPE-Behandlung nicht mit dem alleinigen Ziel durchgeführt werden, Atembeschwerden zu behandeln. Sie ist in erster Linie eine kieferorthopädische Therapie. Eine mögliche Verbesserung der Nasenatmung kann in geeigneten Fällen ein zusätzlicher Effekt sein, lässt sich jedoch nicht vorhersagen oder garantieren.

MSE, MARPE oder SARPE – was ist eigentlich der Unterschied?

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, stößt schnell auf verschiedene Abkürzungen. Kein Wunder, dass dabei leicht Verwirrung entsteht.

Die klassische Gaumennahterweiterung (GNE) wird vor allem bei Kindern eingesetzt. Da sich die Gaumennaht noch im Wachstum befindet, lässt sich der Oberkiefer meist ohne größere Schwierigkeiten erweitern.

MARPE (Miniscrew-assisted rapid palatal expansion) beschreibt das allgemeine Behandlungskonzept einer knochengetragenen Gaumennahterweiterung mithilfe von Miniimplantaten.

Der MSE Expander (maxillary skeletal expander) ist wiederum eine spezielle Apparatur innerhalb dieses Behandlungskonzepts. Nicht jeder MARPE-Expander ist also ein MSE Expander – aber jeder MSE Expander gehört zur MARPE-Technik.

SARPE (surgically assisted rapid palatal expander) steht für die chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung. Sie kommt vor allem dann infrage, wenn die anatomischen Voraussetzungen eine Erweiterung ohne Operation nicht zulassen.

Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich nur anhand einer gründlichen Diagnostik beurteilen. Alter allein ist dabei kein ausreichendes Entscheidungskriterium.

Kieferorthopädische Behandlung bei California Smile

Nicht jede Zahnfehlstellung hat dieselbe Ursache. Deshalb beginnt jede kieferorthopädische Behandlung bei California Smile mit einer umfassenden Untersuchung und einer individuellen Diagnostik.

Mithilfe digitaler Scans und moderner 3D-Bildgebung analysieren wir die Stellung der Zähne, die Form des Ober- und Unterkiefers sowie die funktionellen Zusammenhänge des Gebisses. So lässt sich feststellen, ob ein zu schmaler Oberkiefer die Ursache der Zahnfehlstellung ist und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Zeigt sich, dass eine Oberkiefererweiterung sinnvoll ist, erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan, der auf Ihre anatomischen Voraussetzungen und Ihre persönlichen Ziele abgestimmt ist. Dabei prüfen wir sorgfältig, ob eine Behandlung mit einem MSE Expander beziehungsweise einer MARPE-Technik möglich ist oder ob eine andere Therapie die bessere Wahl darstellt.

Gerne beraten wir Sie persönlich und beantworten alle Fragen rund um die Möglichkeiten der modernen Erwachsenen-Kieferorthopädie.

Fazit

Ein zu schmaler Oberkiefer ist weit mehr als ein ästhetisches Problem. Er kann die Stellung der Zähne, den Biss und den langfristigen Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung beeinflussen. Deshalb reicht es in manchen Fällen nicht aus, lediglich die Zähne zu begradigen – zunächst müssen die anatomischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Mit modernen Verfahren wie dem MSE Expander (MARPE) steht heute für viele Erwachsene eine Möglichkeit zur Verfügung, den Oberkiefer ohne chirurgischen Eingriff zu erweitern. Ob diese Behandlung infrage kommt, lässt sich jedoch nur anhand einer sorgfältigen Diagnostik beurteilen.

Die moderne Kieferorthopädie bietet heute deutlich mehr Möglichkeiten als noch vor wenigen Jahren. Eine individuelle Beratung hilft dabei, die passende Behandlung zu finden und die Grundlage für ein funktionell gesundes und ästhetisches Lächeln zu schaffen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum MSE Expander

Ja, grundsätzlich ist eine Oberkiefererweiterung auch im Erwachsenenalter möglich. Ob sie ohne Operation durchgeführt werden kann, hängt jedoch nicht allein vom Alter ab, sondern vor allem von der individuellen Knochenstruktur und den anatomischen Voraussetzungen.

Die meisten Patienten berichten eher von einem Druck- oder Spannungsgefühl als von starken Schmerzen. Besonders in den ersten Tagen nach dem Einsetzen oder während der aktiven Erweiterung kann der Oberkiefer empfindlich sein. Die Beschwerden klingen in der Regel nach kurzer Zeit wieder ab.

Die aktive Erweiterung dauert häufig zwei bis vier Wochen. Anschließend bleibt der Expander meist mehrere Monate im Mund, damit sich neuer Knochen bilden und das Ergebnis stabilisieren kann. Die gesamte Behandlungsdauer richtet sich nach der anschließenden kieferorthopädischen Therapie.

Bei vielen Patienten bildet sich während der Expansion eine kleine Lücke zwischen den oberen Schneidezähnen. Sie zeigt häufig, dass sich die Gaumennaht geöffnet hat. Im weiteren Verlauf der Behandlung wird diese Lücke wieder geschlossen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist normales Essen meist wieder möglich. In den ersten Tagen können weiche Lebensmittel angenehmer sein. Ihr Kieferorthopäde informiert Sie darüber, worauf Sie während der Behandlung achten sollten.

Direkt nach dem Einsetzen kann sich die Aussprache vorübergehend verändern, da sich die Zunge zunächst an die Apparatur gewöhnen muss. Bei den meisten Patienten normalisiert sich dies innerhalb des ersten Tages. 

Ja, die Oberkiefererweiterung ist nur ein Teil der gesamten Behandlung. Anschließend werden die Zähne mit einer festen Zahnspange oder transparenten Alignern in ihre endgültige Position bewegt.

Ob und in welchem Umfang gesetzliche oder private Krankenkassen die Kosten übernehmen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Alter, Diagnose und der individuelle Behandlungsplan. Eine verbindliche Auskunft erhalten Sie nach einer persönlichen Untersuchung.

Kontakt

Maximilian Schreiner
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