
Eine Zahnspange gehört für viele Kinder irgendwann dazu. Doch sobald der Kieferorthopäde eine Behandlung empfiehlt, stehen Eltern vor einer wichtigen Entscheidung: feste oder lose Zahnspange – welche passt besser zu meinem Kind?
Beide Varianten haben ihre Berechtigung in der modernen Kieferorthopädie. Welche Zahnspange für Kinder sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede zwischen loser und fester Zahnspange verständlich und geben eine Orientierung für Sie als Elternteil.
Zahnspange für Kinder – festsitzend oder herausnehmbar?
Zahnfehlstellungen können nicht nur die Ästhetik beeinflussen, sondern auch Kauen, Sprechen und die langfristige Zahngesundheit. Eine frühzeitige kieferorthopädische Behandlung nutzt das natürliche Wachstum des Kiefers und kann spätere Eingriffe deutlich reduzieren. Ob dabei eine lose Zahnspange oder eine feste Zahnspange für Kinder die bessere Wahl ist, wird immer individuell entschieden.
Was ist der Unterschied zwischen fester und loser Zahnspange?
Lose Zahnspange bei Kindern – kurz erklärt
Lose Zahnspangen sind herausnehmbare kieferorthopädische Geräte, die entweder aus Kunststoff und Draht bestehen oder als transparente, nahezu unsichtbare Schienen (Aligner) gefertigt werden. Sie werden häufig im frühen Kindes- und Jugendalter eingesetzt, wenn sich der Kiefer noch im Wachstum befindet oder leichte bis mittlere Zahnfehlstellungen korrigiert werden sollen.
Klassische lose Zahnspangen unterstützen vor allem das Kieferwachstum und schaffen Platz für die bleibenden Zähne. Transparente Aligner hingegen bewegen Zähne schrittweise und besonders schonend in die gewünschte Position. Beide Varianten lassen sich zum Essen und Zähneputzen herausnehmen und bieten dadurch ein hohes Maß an Flexibilität im Alltag.
Die Spangen sollten in der Regel mehrere Stunden tagsüber sowie nachts getragen werden. Der Behandlungserfolg hängt – unabhängig vom System – maßgeblich von der Tragedisziplin des Kindes ab.
Feste Zahnspange bei Kindern – kurz erklärt
Feste Zahnspangen sind kieferorthopädische Apparaturen, bei denen kleine Brackets dauerhaft auf den Zähnen befestigt und über einen individuell angepassten Drahtbogen miteinander verbunden werden. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn komplexere Zahnfehlstellungen vorliegen oder einzelne Zähne sehr präzise bewegt werden müssen.
Da die feste Zahnspange rund um die Uhr wirkt, ist der Behandlungserfolg weniger von der täglichen Mitarbeit des Kindes abhängig. Gleichzeitig lassen sich Zahnbewegungen genau steuern, was sie besonders effektiv bei Engständen, Drehungen einzelner Zähne oder ausgeprägten Bissfehlstellungen macht. Moderne Brackets und sanfte Drahtsysteme sorgen heute dafür, dass die Behandlung möglichst komfortabel und alltagstauglich verläuft – bei gleichzeitig hoher therapeutischer Sicherheit.
Vorteile und Nachteile: Welche Zahnspange passt zu meinem Kind?
Vorteile der losen Zahnspange für Kinder
- Herausnehmbar beim Essen, Zähneputzen oder Sport
- Einfachere Mundhygiene
- Oft angenehmer für jüngere Kinder
- Unterstützt das Kieferwachstum auf sanfte Weise
Wichtig zu beachten:
Lose Zahnspangen wirken nur, wenn sie konsequent von Ihrem Kind getragen werden. Vergessene bzw. unregelmäßige Tragezeiten können die Behandlungsdauer verlängern.
Vorteile der festen Zahnspange für Kinder
- Ständige Wirkung ohne Abhängigkeit von der Mitarbeit
- Sehr effektiv bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen
- Präzise Korrektur einzelner Zähne möglich
Wichtig zu beachten:
Die Zahnpflege bei einer festen Zahnspange erfordert mehr Aufmerksamkeit, da sich Beläge leichter um Brackets und Drähte ansammeln können.
Wie lange dauert eine Zahnspangen-Behandlung bei Kindern?
Die Behandlungsdauer einer Zahnspange bei Kindern ist individuell und hängt von der Art der Fehlstellung ab:
- Lose Zahnspange: meist etwa 1–2 Jahre, abhängig von Wachstum und Trageverhalten
- Feste Zahnspange: häufig 1,5 bis 2,5 Jahre, insbesondere bei komplexeren Korrekturen
In vielen Fällen kann auch eine Kombination beider Systeme zum Einsatz kommen – zunächst eine lose, später eine feste Zahnspange.
Zahnspange im Alltag – was sollten Eltern beachten?
Essen, Schule & Sport mit Zahnspange
- Lose Zahnspangen können vor dem Essen herausgenommen werden
- Bei festen Zahnspangen sollte der Verzehr von harten oder sehr klebrigen Lebensmitteln unbedingt vermieden werden
- Sport ist mit beiden Varianten möglich – bei Bedarf schützt ein Mundschutz
Zahnpflege mit Zahnspange
Eine sorgfältige Mundhygiene ist bei jeder kieferorthopädischen Behandlung entscheidend – unabhängig davon, ob eine feste oder lose Zahnspange getragen wird. Durch zusätzliche Drähte, Brackets oder Schienen können sich Zahnbeläge leichter anlagern und das Risiko für Karies oder Zahnfleischentzündungen erhöhen.
Besonders wichtig sind daher:
- Mehrmals tägliches Zähneputzen, idealerweise nach jeder Mahlzeit
- Interdentalbürsten oder spezielle Hilfsmittel zur Reinigung zwischen Brackets und Drähten bei festen Zahnspangen
- Regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine, um die Zahngesundheit während der Behandlung zu begleiten
Mit der richtigen Pflege lässt sich die Zahnspangen-Therapie sicher und erfolgreich gestalten – und die Basis für gesunde Zähne auch nach Abschluss der Behandlung legen.
Welche Zahnspange ist kindgerecht?
Eine kindgerechte Zahnspange berücksichtigt nicht nur medizinische Aspekte, sondern auch das Wohlbefinden und den Alltag Ihres Kindes. Neben der Art der Zahnfehlstellung spielen daher mehrere Faktoren eine wichtige Rolle:
Alter & Entwicklung
Klassische lose Zahnspangen werden häufig im frühen Zahnwechsel eingesetzt, um das Kieferwachstum sanft zu unterstützen.
Feste Zahnspangen kommen meist im Schul- und Jugendalter zum Einsatz, wenn bleibende Zähne gezielt und präzise bewegt werden sollen.
Transparente, herausnehmbare Aligner können – abhängig von der individuellen Zahnsituation – eine Alternative zur festen Zahnspange darstellen. Sie dienen ebenfalls der Korrektur bleibender Zähne und lassen sich unauffällig in den Alltag integrieren.
Motivation & Mitarbeit
Kinder und Jugendliche, die zuverlässig mitarbeiten, profitieren besonders von herausnehmbaren Lösungen. Da diese nur wirken, wenn sie regelmäßig getragen werden, ist eine gute Motivation entscheidend für den Behandlungserfolg.
Individuelle Bedürfnisse
Jedes Kind ist einzigartig. Faktoren wie Empfindlichkeit, Freizeitaktivitäten, schulischer Alltag oder der Wunsch nach einer möglichst unauffälligen Zahnspange sollten bei der Wahl der Therapie berücksichtigt werden.
Ob feste Zahnspange, lose Zahnspange oder transparente Aligner für Kinder – alle Behandlungsformen können zu gesunden, geraden Zähnen führen. Entscheidend sind:
- die individuelle Zahn- und Kieferstellung
- das Alter und die Entwicklung des Kindes
- die Bereitschaft zur Mitarbeit im Alltag
Kieferorthopädische Lösungen für Kinder bei California Smile
In unserer Zahnarztpraxis für Kieferorthopädie California Smile beraten wir Sie gerne ausführlich, um Klarheit zu schaffen, welche Form der Zahnspange sich für Ihr Kind am besten eignet. Gemeinsam finden wir die bestmögliche Therapie, die sowohl medizinisch sinnvoll als auch alltagstauglich ist.
Bei uns stehen moderne, kindgerechte Lösungen im Mittelpunkt – immer individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes.
Der erste Schritt ist eine gründliche Diagnostik: Mit einem digitalen 3D-Intraoral-Scan werden die Zähne und der Kiefer präzise und angenehm erfasst, ohne herkömmliche, oftmals anstrengende oder belastende Abdrücke. So entsteht ein detailliertes Modell, auf dessen Basis die optimale Therapie geplant wird – ob lose, fest oder (teilweise) unsichtbar.
Je nach Befund bietet wir bei California Smile folgende kindgerechte Behandlungsmöglichkeiten:
- Lose Zahnspangen für das Zahnwechselalter – ideal, wenn das Kieferwachstum genutzt und leichte bis mittlere Fehlstellungen korrigiert werden sollen.
- Feste Zahnspangen in verschiedenen Ausführungen (auch z.B. als Lingualspange mit Brackets, die auf den Zahninnenseiten befestigt werden) mit modernen, sanften Brackets, um Zähne kontinuierlich und kontrolliert zu bewegen.
- Aligner-Therapie (transparente Zahnschienen von Invisalign oder Spark™) als nahezu unsichtbare, herausnehmbare Alternative – auch für Kinder und Jugendliche geeignet, wenn die Zahnsituation es erlaubt.
- mykie®-Frühbehandlung, ein Konzept zur schonenden Unterstützung des Kieferwachstums, das in einigen Fällen auch ohne feste Spange auskommen kann und die Basis für die spätere Entwicklung schafft.
In jedem Fall steht eine einfühlsame Beratung und Begleitung im Vordergrund: Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind wird erörtert, welche Behandlung zur individuellen Situation passt – unter Berücksichtigung der Zahnstellung, des Alters, der Motivation und des Alltags.
Fazit
Die richtige Zahnspange für Kinder ist immer eine individuelle Entscheidung, die gemeinsam mit dem Kieferorthopäden getroffen werden sollte. Eine frühzeitige, kindgerechte kieferorthopädische Behandlung kann das natürliche Wachstum gezielt unterstützen und spätere, aufwändige Korrekturen oft vermeiden.
So legen Sie als Eltern den Grundstein für eine gesunde Zahnentwicklung – und für ein Lächeln, das Ihr Kind ein Leben lang begleitet.
Kontakt

Maximilian Schreiner
Englschalkinger Str. 144
81925 München
Tel. 089 89 674 013
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